Frühjahrssynode unseres Kirchenkreises

Montag, 11.April 2016, 10:25 Uhr
Am Samstag traf sich die Synode des Kirchenkreises Südharz, unter Leitung ihres Präses, Dr. Uwe Krieger, in der Nordthüringer Lebenshilfe in Nordhausen zur ersten Sitzung 2016. Zweimal im Jahr versammelt sich das Kirchenparlament zu einer öffentlichen Synode, um über die Geschicke des Kirchenkreises zu beraten. Den Anfang macht stets ein gemeinsamer Gottesdienst, dieses Mal in der Justus-Jonas-Kirche.

Auf der Tagesordnung stand der ausgiebig diskutierte Stellenplan. Ein erstes Mal war er auf der Herbstsynode 2015 vorgestellt worden. Nach mehrmonatigen intensiven Gesprächen in und mit den Gemeinden sollte nun über ihn abgestimmt werden. Das Konzept sieht eine Reduzierung um sieben Stellen im Verkündigungsdienst bis 2025 vor. Eine Konsequenz daraus ist beispielsweise eine teilweise Vergrößerung der Pfarrbereiche.

Andreas Weigel, Vorsitzender des Stellenplan-Ausschusses


In der Sitzung präsentierte Andreas Weigel als Vorsitzender des Stellenplanausschusses die Voten der einzelnen Gemeinden und die daraufhin überarbeitete Version des Stellenplans. Dieser soll in Etappen zwischen August 2016 und Januar 2019 umgesetzt werden. Zwei von Gemeinden noch während der Beratung eingebrachte Änderungsvorschläge sowie der Plan insgesamt wurden von den Synodalen erneut intensiv diskutiert.

Der Stellenplan liegt vor


Superintendent Andreas Schwarze verlas abschließend die 21 Punkte umfassende Beschlussvorlage zur Umsetzung des Stellenplans. Mit einer überzeugenden Mehrheit von 33 der 38 anwesenden Synodalen wurde dem Plan in geheimer Abstimmung, die in der Synode beantragt wurde, zugestimmt.

Der Ausschuss regte zur Umsetzung des Plans und zur Schaffung von Erprobungsräumen Zukunftswerkstätten in den Regionen sowie 2018 eine Zukunftswerkstatt auf Kirchenkreisebene an. Die Ausschussmitglieder wollen diesen Prozess beratend begleiten. Den vollständige Beschlusstext finden Sie im Anhang.

OKonsR Andreas Haerter referiert


Gemeinderecht
In den vielen Gesprächen zum Stellenplan im Kirchenkreis wurden bereits Ideen zur Gemeinde der Zukunft, angedacht. Doch schnell stand die Frage im Raum: Sind diese Visionen rechtlich umsetzbar oder bremst das Kirchengesetz vielleicht Neues mit alten Fesseln? Antwort konnte Oberkonsistorialrat Andreas Haerter, Leiter des Referats Gemeinderecht und Kirchenmusik im Erfurter Landeskirchenamt, geben. Seine Antwort lautete oftmals: „Vieles ist bereits möglich, die Frage ist meist eher die Praktikabilität.“ Haerter antwortete beispielsweise auf eine konkrete Frage, dass eine Gemeinde ihren Pfarrer zu 50% anstellen und ihm eine andere berufliche Nebentätigkeit von weiteren 50% genehmigen kann. Wird die Gemeinde aber damit zurecht kommen, wenn der Pfarrer nicht immer ansprechbar ist? Wenn auch einmal der andere Beruf Vorrang haben muss? Möchte ein Pfarrer mit der finanziellen Unsicherheit und der geringeren Pension leben?

Bibelimpuls von Propst Dr. Chr. Stawenow


Bibelarbeit
Vor der 2. Lesung des Stellenplans gab Propst Dr. Chr. Stawenow den Synodalen dann noch einen Bibelimpuls mit auf den Weg. In Arbeitsgruppen wurde munter über die Bibelverse 1. Korinther 12,1-11 „Viele Gaben – ein Geist“ diskutiert.

Unsere Reformationsbeauftragte Petra Gunst


Reformationsjubiläum
Viel Neues hatte die Reformationsbeauftragte des Kirchenkreises, Petra Gunst, zu berichten. Sie brachte eine Liste von 18 Anträgen mit, die die Gemeinden im Rahmen des Projekts „12 Schritte zum Reformationsjubiläum“ gestellt hatten. Von Festen über Vorträge, Wanderungen und einem Reformations-Singetag war Vieles vertreten. Beginnend mit dem Reformationstag, 31.10.16 bis zum 31.10.17, werden diese Veranstaltungen auf dem Weg zum großen Reformationsjubiläum stattfinden. Alle Teilnehmer dieser Aktion unterstützt der Kirchenkreis mit 500 Euro. Mehr dazu sowie alle Termine des Festjahres demnächst unter www.luthers-freunde.info

Offene Kirchen
Abschließend bat Superintendent Andreas Schwarze noch einmal eindringlich, in den Gemeinden das Thema „Offene Kirche“ zu diskutieren. Er betonte, dass es gut wäre, wenn bis zum Reformationsjubiläum nahezu alle Kirchen des Kirchenkreises geöffnet seien. Gemeinden, die Bedenken gegen diesen Schritt haben, sind eingeladen sich die Handreichung „Offene Kirchen“ auf dieser Homepage anzusehen. Sie enthält viele wertvolle Tipps, die eine Entscheidung erleichtern können.

Die nächste Synode ist für den 12. November 2016 geplant.

Regina Englert
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreis Südharz

Downloads:
OKonsR Andreas HaerterErneute Blicke in den StellenplanEine Menge Informationen war zu verarbeiten

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