Friede sei mit!

Sonntag, 25.Februar 2018, 05:33 Uhr
Ist Frieden die Abwesenheit von Krieg? Ist Frieden die Zufriedenheit des Menschen mit sich selbst und mit seiner Umwelt? Wer kann Weltfrieden schaffen? Sie! Allein Sie! Am besten fangen wir damit an, diese Botschaft ernst zu nehmen! In vielen Sprachen ist das Wort „Friede“ bis heute eine übliche Grußform: im Arabischen „Salem“ im Hebräischen „Schalom“. Auch dieser Sprachgebrauch zeigt die Sehnsucht nach Frieden. Und auch Jesus benutzt diese Worte zum Grüßen: Friede sei mit euch! Was bedeutet dieser Ausdruck heute? Welchen Frieden sehnen wir uns herbei? Ich persönlich wünsche mir ein friedliches Miteinander aller Menschen, überall auf der Welt.

So utopisch und naiv meine Sehnsucht auch erscheint, kann ich nicht aufhören dies zu wünschen. Wenn ich mich mit alten Menschen unterhalte, die die Schrecken des Krieges erlebt haben, oder mit geflüchteten Menschen oder mit Menschen die unter totalitären Regimes gelebt und wegen ihres bloßen Wunsches nach Freiheit inhaftiert waren, fällt mir auf, dass ich nur erahnen kann, was für ein Geschenk der Frieden ist! Wie so wenige Menschen auf dieser Erde habe ich das Glück, keinen Krieg oder Verfolgung erlebt zu haben und das Privileg ein Dach über den Kopf, jeden Tag etwas zu essen und Bildung zu erhalten. Ich habe Frieden. Wie könnte ich es mit denen teilen, die nicht das Glück hatten, zufällig auf einem friedlichen Kontinent geboren zu sein?

Welchen Frieden könnte uns Jesus heute wünschen? Er könnte sagen, dass Frieden mit Vertrauen zu tun hat. Wo Misstrauen sich bis zum Hass steigert, Unfrieden herrscht. Und es bringt Leid, Schrecken und Diskriminierung mit sich. Die Botschaft „Friede sei mit Dir“ ernst zu nehmen könnte ein erster Schritt sein, dies zu verhindern. Entscheiden Sie selbst.

Szilvia Schelenhaus, kath. Domgemeinde


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