Christusdorn vom kath. Thüringer Sportpfarrer

Sonntag, 15.Juli 2018, 05:01 Uhr
Den Pierre-de-Coubertin-Schülerpreis erhielten zum Schuljahresende 39 Thüringer Schulabsolventen. Eine von ihnen ist die 18-jährige Larissa Förster (TA berichtete). Sie ist eine junge Nordhäuser Handballerin, die nach eigener Aussage auch sehr gern auf dem Pferd durchs Gelände reitet. Mit diesem Preis wurden sie und die anderen geehrt, da sie alle hervorragende Noten im Schulfach Sport erreicht und herausragendes ehrenamtliches Engagement gezeigt haben. Die Auszeichnung erinnert an den Begründer der modernen olympischen Bewegung Pierre de Coubertin (1863-1937). Ihm war es wichtig, dass nicht nur außergewöhnliche Wettkampfleistungen die Qualität einer Sportlerin oder eines Sportlers auszeichnen, sondern auch der Einsatz für Andere. Der nach ihm benannte Schülerpreis weist auf diese Grundorientierung für Sportler hin, wie auch das Staatliche Sportgymnasium in Erfurt, welches seinen Namen trägt. Im Leitbild des Pierre-de-Coubertin-Gymnasiums Erfurt heißt es: "Unser Sportgymnasium ist eine Schule mit hohem sportlichen und schulischen Leistungsanspruch, die sich u.a. an den Idealen Pierre de Coubertins orientiert, der geistige und körperliche Erziehung junger Menschen als Teil einer ganzheitlichen Entwicklung verstand. · Schüler, Lehrer, Trainer, Erzieher und Eltern verstehen sich als Gemeinschaft, die nur durch kommunikative, vertrauensvolle Zusammenarbeit erfolgreich ist. Wir achten die Persönlichkeit und verwirklichen in unserem Schulalltag ein respektvolles Miteinander, das geprägt ist von Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Toleranz und Fairness."
Wenn in diesen Tagen Fußball-WM und Tour de France große Aufmerksamkeit auf sich ziehen, dann können wir - jenseits des Profisports - neu den hohen Wert des Sports für die ganzheitliche Entwicklung gerade junger Menschen durch den "Geist Coubertins" entdecken.

Richard Hentrich, Thüringer Sportpfarrer


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