Hören Schweigen Leben - Ellrich

Freitag, 14.September 2018, 19:56 Uhr
Mehrfach wurde in der Zeitung über die Johanniskirche in Ellrich berichtet. Das ist gut so, hat doch ihr Schicksal Menschen vielfältig bewegt. In den achtziger Jahren war sie noch ein Zankapfel.

Etliche fanden es gut, wenn sie abgerissen würde und für immer verschwände. Viele stellten sich damals den Abrissbefürwortern in den Weg. Gut 30 Jahre später steht sie immer noch im Zentrum der kleinen Stadt. Und sie macht von sich reden in der jüngeren Vergangenheit und hoffentlich auch weiterhin.

Zum Donnerstag, 13.September, 19.00 Uhr wurden Menschen eingeladen um aufeinander zu hören.

Der erste Hörkreis unter Leitung von Jürg Montalta fand auf Initiative der „Querdenkergruppe Ellrichs“ statt.

Etwas Erstaunliches vollzog sich. Während einer sprach, hörten alle anderen zu. Danach durfte der oder die Nächste nicht auf das eben Gehörte Bezug nehmen. So blieb das eben Gehörte unkommentiert, nicht bewertet bei allen Teilnehmern als unverfälschter echter Beitrag bewahrt.

Es gab nur eine Vorgabe: Das Hören auf den Anderen!

Jeder und Jede blieb in seiner Rede selbstbestimmt nur dem eigenen Thema und den eigenen Gefühlen verpflichtet. Alle Hörer leben mit dem Gehörten ganz bestimmt verändert weiter.

Wir haben angefangen, den Anderen zu akzeptieren, wie und was er auch spricht.

Das, was in der Johanniskirche unter den knapp 40 Teilnehmern begann, könnte sich fortsetzen und viel Gutes im Miteinander-Leben bewirken.

Der nächste Hörkreis ist am Dienstag, 9.Oktober 2018 wieder um 19.00 Uhr in der Johanniskirche.

Es grüßt Sie Ihr

Helmut Krause


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