Ein Goldjunge für den Pfarrbereich Ellrich

Dienstag, 05.Februar 2019, 19:36 Uhr
Der Hirte für den Hirten


Diesen Gottesdienst am Sonntag in Sülzhayn zur Einführung von Pfarrer Jochen Lenz in den Pfarrbereich Ellrich könnte man gewagt in einem Satz zusammenfassen: Ein wort- und bildstarker Gottesdienst in ökumenischer Gemeinschaft in einer prallvollen Kirche für einen schweigenden Goldjungen, der demnächst Gitarre spielend durch seine Gemeinden zieht und die frohe Botschaft verkündet.

Doch der Reihe nach dicht an dicht saßen oder standen die Gottesdienstbesucher am Sonntagnachmittag in St. Katharina in Sülzhayn. Die Musik mit Chor, Trio, Posaunenchor und Organistin, die Predigt, das ökumenische Miteinander, alles war an diesem Tag von einer wunderbaren Leichtigkeit und Freude.

Der einzige, der den Gottesdienst nur schweigend verfolgen konnte, war ausgerechnet der schwer erkältete neue Ellricher Pfarrer Jochen Lenz. Seiner krächzenden Stimme gelang gerade noch ein heiseres „Ja, mit Gottes Hilfe“ auf die Einführungsfrage hin, ob er bereit sei, den Dienst in den Gemeinden zu übernehmen.

Doch wie betonte Superintendent Andreas Schwarze, der kurze Hand die Predigt für ihn übernommen hatte: „Reden ist Silber und Schweigen ist Gold. Somit ist klar, dass die Gemeinden einen Goldjungen bekommen haben.“ Aus dem ersten Schmunzeln wurde ein fröhliches Lachen im Gotteshaus, als Schwarze dann noch versprach: „Pfarrer Lenz macht demnächst alles wieder gut und zieht Gitarre spielend durch seine neuen Gemeinden, um die frohe Botschaft zu verkünden.“ Irgendwie hatte jeder sofort dieses Bild vor Augen. Und wer Lenz kenne, wisse, dass er jetzt zwar schweigen müsse, aber innerlich schon brodle. Es werde nicht mehr lange dauern, da werde der Pfarrer neue Ideen in diesen Pfarrbereich vorstellen, wagte der Superintendent schon einmal einen fröhlichen Blick in die nahe Zukunft.

Pfarrer Jochen Lenz


Dompfarrer Richard Hentrich übernahm im Gottesdienst die Lesung. Der darüber teils erstaunten Gemeinde erklärte er die Thüringer Besonderheit, dass sich katholische und evangelische Geistliche gegenseitig bei den jeweiligen Amtseinführungen besuchen. Gemeinsam mit Superintendent Schwarze legte er dann auch Pfarrer Lenz die Hand zum Segen auf. Als die drei gegen Ende des Gottesdienstes Arm in Arm vor dem Altar standen, da war dies ein starkes Bild für die anwesenden Christen.

Im Anschluss mussten Lenz, Hentrich und Schwarze noch lange vor der Tür von St. Katharina stehen, um die vielen Besucher zu verabschieden. Der Hustenbonbon lutschende Pfarrer Lenz konnte dabei manch lieben Gruß und Händedruck sowie viele gute Wünsche entgegennehmen. Seinen fiebrigen Augen sah man an, wie wohl sie ihm taten.

Ökumene


Wie gut, dass sich hinterher alle im Haus des Gastes in Sülzhayn bei Kaffee und Kuchen wieder aufwärmen konnten. Am Abend ging es sogar noch weiter nach Ellrich zu Glühweinpunsch und Gesprächen in der St. Johannis-Kirche. Für den kranken Pfarrer ein sehr anstrengender und doch wohltuender Tag. Das Willkommen hätte herzlicher nicht sein können.

Regina Englert

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