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Bibelwoche 2010 in Nordhausen

Montag, 15. Februar 2010, 09:21 Uhr
Dr. Begrich (Foto: PTI) Dr. Begrich (Foto: PTI) Die katholischen und evangelischen Gemeinden der Stadt Nordhausen laden vom 22.-26.Februar herzlich zur Ökumenischen Bibelwoche im St.Jakobhaus ein.
Die Treffen von Montag bis Freitag beginnen immer um 19.00 Uhr.
Die Bibelwoche wird unter dem Thema „Ringen mit Gott“ stehen und hat die spannenden Jakobserzählungen aus dem 1.Buch Mose, Kapitel 25-33, als biblische Grundlage.
Im Mittelpunkt der Abende steht wie immer das Gespräch über die Bibeltexte in kleineren Gruppen.
Gegenüber den letzten Jahren wird es jedoch eine Neuerung geben:
Die Veranstalter freuen sich darüber, dass sie Dr. Gerhard Begrich aus Erfurt als Gastreferenten zur Bibelwoche begrüßen können. Er wird den einzelnen Abenden den jeweiligen Text theologisch aufschließen und Impulse geben für die sich daran anschließenden Gespräche.
Dr. Begrich soll an dieser Stelle kurz vorgestellte werden:

Dunkle Hose, langes schwarzes Hemd, Rauschebart, Brille und Hut: Wer wie Vater Abraham daher kommt, kann bald ein Buch schreiben. Gerhard Begrich hat es getan. „Vater Abraham – Hut tragen in Deutschland“ heißt die Sammlung kurzweiligen Erlebnisberichte.
Lustig, nachdenklich und teils erschreckend sind seine „Hutgeschichten“. Die einen wollen ein Autogramm vom vermeintlichen Vater der Schlümpfe. Andere wittern in ihm den Oberterroristen Bin Laden. Kinder sind begeistert, dass es den Weihnachtsmann doch gibt. Und eine ältere Dame glaubte den leibhaftigen Winnetou vor sich zu haben. Darüber kann Gerhard Begrich noch lachen. Denn er ist nur ein evangelischer Pfarrer. Sein Outfit ist keine Verkleidung, sondern Teil seiner Persönlichkeit.

Ungemütlich wird es für den Theologen, wenn er in den Dunstkreis tumber Glatzköpfe oder hinter bürgerlicher Fassade versteckter Rassisten gerät. Für die ist Begrich ein Jude, dem man es so richtig geben kann. Wie an einer Straßenkreuzung in Brandenburg. Die Ampel ist auf Rot. Vier junge Männer springen vor Begrich aus ihrem Auto. „Juden raus!“, rufen sie noch als die Ampel Grün zeigt. Dann entschuldigen sie sich. Nicht bei Begrich, sondern bei den anderen Autofahrern für die Wartezeit. Oder neulich in der S-Bahn. Fragt ein Fahrgast den „Juden“: „Was machen Sie, wenn die Nazis kommen?“. Kontert Begrich: „Und sie?“

Dr. Begrich ist ein profunden Kenner Israels und seiner Geschichte und einen „Liebhaber“ der erzählenden und weisheitlichen Texte des Alten Testamentes. Er hat Theologie, Orientalistik und Ägyptologie studiert, promoviert und habilitiert. Er war theologischer Lehrer an der Berliner Humboldt-Universität, Pfarrer an der Marktkirche in Halle/Saale und später Rektor des Predigerseminars in Gnadau. Von 1993-2009 Rektor des Pastoralkollegs der Kirchenprovinz Sachsen und der EKM. Er ist verheiratet mit Regionalbischöfin Elfriede Begrich.

Musikalisch wird die Bibelwoche von den beteiligten Gemeinden ausgestaltet. So dürfen sich die Besucher beispielsweise auf einen Auftritt der Jugendschola, der Kantorei und des Posaunenchores freuen.
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