Zukunftswerkstatt mit vielen Interessierten

Dienstag, 01.Oktober 2019, 18:54 Uhr
Ergebnisse in Bleicherode

Die Tische in der Kapelle des St. Marien-Hospitals in Bleicherode waren am Freitag gut besetzt, als die Mitglieder des Zukunftsausschusses Gerda Leidel und Stephan Domann zur 2. Zukunftswerkstatt begrüßten. Sie war eine von insgesamt vier regionalen Zukunftswerkstätten des Kirchenkreises 2019. Ehren- und Hauptamtliche sowie alle Interessierten waren eingeladen. Beraten wird in diesem Jahr überall das Thema: Regionalbeirat Ja oder Nein und wenn Ja, dann wie? In Bleicherode wurde sich am Ende des Abends mehrheitlich für den Probestart eines solchen Beirates ausgesprochen. Man will mehr voneinander wissen, im Austausch voneinander lernen.
Gleichzeitig mit Bleicherode saß eine Gruppe in der Nordhäuser Jugendkirche und bereits zuvor hatte man in Stöckey miteinander diskutiert.

Ehrenamtsstammtisch
Ein sofort greifbares Ergebnis nach der Zukunftswerkstatt in Nordhausen ist der Ehrenamtsstammtisch zudem am Montag bereits per Facebook eingeladen wurde. Unter dem Motto „Aufstehen gemeinsame Wege gehen“ sind Ehrenamtliche aus den Pfarrbereichen Blasii, Frauenberg, Urbach und Heringen eingeladen sich auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen. Das erste Treffen ist am 19.11., um 19.00 Uhr im Landgasthof Goldene Aue in Bielen. Bei Rückfragen steht Sandra Hesse, unter 0174/4863716 gern zur Verfügung.

Kirche ist überall spürbar
In Bleicherode trafen sich rund 30 Mitdenker: der Superintendent, eine Pfarrerin und drei Pfarrer, eine Gemeindepädagogin, viele Gemeindekirchenräte, frische Kandidaten für die anstehende Gemeindekirchenratswahl, der Bürgermeister von Buhla Rüdiger Wetterau und interessierte Gemeindemitglieder. Der Abend begann mit dem Sammeln von schönen Erlebnissen mit Kirche im vergangenen Jahr. Da wurde fröhlich von besonderen Taufen, einem herzerwärmenden Treffen mit Christen im Urlaub, einer Wanderung mit Kindern, einer gemütlichen Kaffeetafel, Konzerten oder dem guten Miteinander von politischer und Kirchengemeinde sowie Vereinen berichtet. Erstaunlicherweise fanden die meisten Erlebnisse mit Kirche nicht in Gotteshäusern statt. Wiesen, Brunnen, Dorfgemeinschaftshäuser, Festzelte, in der Familie, an einem Urlaubsort alles Orte an denen Kirche spür- und erlebbar wurde. „In Stöckey wurde bereits die gleiche für Viele überraschende Fülle von Erlebnissen mit Kirche außerhalb der Kirche aufgelistet“, berichtet Superintendent Andreas Schwarze, der an beiden Werkstätten teilnahm.

Regionalbeirat konkret
In der zweiten Gesprächsrunde nach dem Verspeisen leckerer Schnittchen - ging es konkret um einen zu gründenden Regionalbeirat. Wer sollte darin mitwirken, wie viele Menschen, welche Themen und Kompetenzen, welches Budget? Braucht es ihn überhaupt? „Braucht es dazu vielleicht sogar Gesetze oder Beschlüsse in den Gemeindekirchenräten?“, kam vereinzelt die Frage auf. Bis auf einige wenige skeptische Stimmen, war der Grundtenor am Ende sehr positiv. „Zwei Treffen im Jahr mit Teams aus insgesamt 3-4 Haupt- und Ehrenamtlichen pro Pfarrbereich, das klingt praktikabel“, resümierte Gerda Leidel erfreut. Themen wie Terminabsprachen, Weiterbildungen für Ehrenamtliche, eine Stärkung der Frauenarbeit und vor allem das Voneinander-Lernen standen auf den Listen der Gruppen. "Probieren Sie es aus, einfach mal losgehen und machen“, empfahl Dr. Michael Funke zum Abschied. Sich die Dinge entwickeln lassen und keinen zwingen mitzumachen, riet er zur Gelassenheit.
Ergebnisse die nun vom Ausschuss Zukunftswerkstatt in die Herbstsynode getragen werden. „Ich bin gespannt, wie es in den anderen Regionen ausgegangen ist. Welche Voten werden wohl von dort kommen?“, ist Regina Englert neugierig, die in Bleicherode mitdiskutiert hat.

Ellrich
In Ellrich wurde der Termin aufgrund der aktuellen Aktivitäten rund um die Fernsehaufzeichnungen „Mach dich ran“ auf den 1. November verschoben.

Regina Englert


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