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Fundraising - Kirchenkreis Nordthüringen startet erstes gemeinsames Projekt

Montag, 26. Januar 2026, 10:51 Uhr
Begrüßung Modellkirchenkreis Nordthüringen (von links: OKR Christoph Stolte, Amtsleiter KKA Mühlhausen Micha Hofmann, Referentin Evangelische Kindergärten im Kirchenkreis Mühlhausen Katrin Bauer, Superintendent des Kirchenkreises Südharz Andreas Schwarze, Superintendent des Kirchenkreises Mühlhausen Christian Beuchel, Superintendentin des Kirchenkreises Bad Frankenhausen-Sondershausen Steffi (Foto: EKM und Diakonie) Begrüßung Modellkirchenkreis Nordthüringen (von links: OKR Christoph Stolte, Amtsleiter KKA Mühlhausen Micha Hofmann, Referentin Evangelische Kindergärten im Kirchenkreis Mühlhausen Katrin Bauer, Superintendent des Kirchenkreises Südharz Andreas Schwarze, Superintendent des Kirchenkreises Mühlhausen Christian Beuchel, Superintendentin des Kirchenkreises Bad Frankenhausen-Sondershausen Steffi (Foto: EKM und Diakonie)
(re) Mühlhausen/Nordhausen/Bad Frankenhausen

Noch bevor am 1. Januar 2027 der neue Kirchenkreis Nordthüringen - gewachsen aus den drei Kirchenkreisen Mühlhausen, Südharz und Bad Frankenhausen-Sondershausen - an den Start geht, haben die Drei ihr erstes gemeinsames Vorhaben auf den Weg gebracht: Die Einrichtung einer regionalen Fundraising-Stelle im Rahmen des landesweiten Modells „Gemeinsames Fundraising von Kirche und Diakonie“. Damit setzen sie bereits jetzt ein starkes Zeichen der gleichberechtigten Zusammenarbeit.

Was ist Fundraising?


Doch was ist Fundraising in diesem Zusammenhang und was möchte man mit dem Projekt erreichen? „Fundraising wird bei uns als Beziehungspflege verstanden, nicht als reine Geldsammlung. Der Mensch steht im Mittelpunkt, ob er mitarbeitet, spendet oder Kirche nur hin und wieder wahrnimmt. Dazu braucht es Ideen, die die Breite der Bevölkerung ansprechen und gleichzeitig den Einzelnen wertschätzend wahrnehmen und einladen“, erklärt Superintendent Christian Beuchel, Kirchenkreis Mühlhausen. Dies macht eine neue kreative Schnittstelle zwischen den Gemeinden, der beteiligten Diakonie und dem Kreiskirchenamt notwendig. Und so beschloss man noch vor der Fusion eine 75%-Stelle für Regional-Fundraising im Projektzeitraum 2026–2028 einzurichten. Jeder Kirchenkreis trägt finanziell ein Drittel. Die Stellenbeschreibung wurde bereits von allen drei, derzeit noch eigenständigen, Kreiskirchenräten beschlossen – ein frühes Zeichen gewachsener Zusammenarbeit und gegenseitigen Vertrauens. Eine Arbeitsgruppe ist am Start. Die Stelle wurde ausgeschrieben. Download der Ausschreibung

Dreijährige Begleitung und Stärkung regionaler Strukturen


Modellkirchenkreis innerhalb des Fundraising-Konzeptes zu sein, bedeutet für Nordthüringen eine intensive dreijährige Begleitung beim Aufbau beständiger Strukturen der Mitgliederbindung und des Fundraisings. Dazu gehören:
• Unterstützung durch die Fundraising-Fachkraft der Landeskirche sowie das Fundraising-Team der Diakonie Mitteldeutschland
• Jährlich bis zu 10.000 Euro Sachkosten zur Umsetzung neuer Ideen
• Erprobung frischer Wege der Kommunikation und Mitgliederbindung
• Vernetzung und regelmäßige Qualifizierung der Regional-Fundraiser*innen
• Aufbau langfristiger Strukturen, die nach der Modellphase eigenständig wirken
Der zukünftige Kirchenkreis Nordthüringen kann dabei unmittelbar von den Erfahrungen der ersten Modellphase profitieren, die von 2022 bis Dezember 2025 in vier Kirchenkreisen lief. Teilnehmer dieser Phase entwickelten beispielsweise Begrüßungskarten für Neugeborene, stärkten Chorprojekte oder luden verschiedene Generationen ein, sich die individuellen Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements anzuschauen.

Abschlussveranstaltung und Ausblick


Im Rahmen der Veranstaltung im Landeskirchenamt Erfurt am 13. Januar berichteten die Regional-Fundraiserinnen der ersten Runde von ihren Erfahrungen – von gelungenen Maßnahmen über herausfordernde Momente bis hin zu den nächsten Schritten nach Ende der Modellphase. Die zukünftigen Regional-Fundraiser aus Nordthüringen hörten sehr interessiert zu und knüpften erste Kontakte.
Landesbischof Friedrich Kramer, Oberkirchenrat Christoph Stolte sowie das gemeinsame Fundraising-Team von EKM und Diakonie begrüßten die neuen Modellkirchenkreise herzlich. Als Ermutigung erhielten alle Beteiligten einen kleinen Engel – passend zur gemeinsamen Spendeninitiative www.hoffnungsengel.de.
Bei einem regen Austausch klang der Abend aus, ehe Landesbischof Kramer mit seinem Segen die Veranstaltung beschloss.
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