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Noch freie Plätze - Tagung für ehrenamtlich tätige Frauen

Mittwoch, 05. März 2025, 16:02 Uhr
Flyer zur Tagung (Foto: EFiM) Flyer zur Tagung (Foto: EFiM)
(re) Im letzten Jahr hat Gerda Leidel aus Sollstedt an dieser Tagung teilgenommen - ihren Bericht findet ihr noch einmal im Anhang. Jetzt startet vom 28.-30. März in Wittenberg die Tagung 2025. Unter dem Motto: "Geht das auch anders?" Spielräume in Veränderungsprozessen nutzen. Es gibt noch freie Plätze. Mehr dazu finden Sie hier Flyer zur Tagung

So heißt es im Flyer zur Tagung:
Unsere Kirche verändert sich. Das merken Sie als Ehrenamtliche in Ihren Gemeinden und Kirchenkreisen bei der Mitgliederentwicklung, den Finanzen, der Personalsituation und in den Strukturen. Vieles Gewohnte ist „zu groß“ geworden, um mit schwindenden Ressourcen daran festhalten zu können. Auf der anderen Seite entstehen in solchen Veränderungsprozessen auch Spielräume, um das, was uns wichtig ist, auf neue Weise zu gestalten.
Auf der diesjährigen Tagung geht es darum, wie wir
diese Spielräume wahrnehmen und nutzen können.
Dazu hilft ein Blick über den eigenen Tellerrand. Superintendentin Annette von Biela wird von Impulsen und Initiativen aus dem Kirchenkreis Altenburger Land berichten. Weil es beim Ausprobieren von neuen Wegen in der Regel auch um Geld geht, wird Eva-Maria Eggers aus dem Finanzdezernat des Landeskirchenamtes die Finanzierung von Kirchengemeinden erläutern
und Spielräume des EKM-Finanzgesetzes vorstellen.
Das Wochenende in Wittenberg bietet außerdem
eine Gelegenheit, bei einer Stadtführung inspirierende
Frauen der Reformation näher kennenzulernen. Dane
ben gibt es Raum für Erfahrungsaustausch, gegenseitige Ermutigung und geistliche Stärkung.
Leitung:
Eva Lange Leitende Pfarrerin EFiM
Dr. Magdalena Steinhöfel Theologische Referentin und
Gleichstellungsbeauftragte


„Ohne Vielfalt ist alles grau - für eine bunte Gesellschaft“


Bericht von Gerda Leidel aus 2024
Vom 22.-24. März habe ich an der Tagung im Augustinerkloster/ Landeskirchenamt (LKA) mit Frauen aus der EKM teilgenommen. Nach Einchecken und Abendessen fand im LKA der Einstieg in das Thema statt. Um was geht es, vielfältig ist die Gesellschaft, traditionelle Familien, gleichgeschlechtliche Paare, Migration und Rechtspopulismus, dazu gehört auch die AfD. In kleineren Gruppen haben wir uns darüber ausgetauscht. Mit viel Input und dem Abendsegen endete der offizielle Teil. Danach haben wir uns zum n Näherkennenlernen im Keller des Augustinerklosters bei einem Gläschen Wein zusammen gesetzt.
Nach dem Morgenlob in der Augustinerkirche ging es am Samstag wieder ins LKA und die erste Referentin vom Verein „Miteinander eV.“, Lena Lehmann, hat von ihrer Arbeit berichtet, die sich hauptsächlich mit dem Thema AfD und Rechtsradikalismus beschäftigt.
Viele Menschen fühlen sich von den Politikern und Politikerinnen nicht ernst genommen.Werden sie deshalb zu Protestwählern? Wie gehen wir damit um, dass die AfD-Landesverbände vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wurden? Auf dieser Tagung fragen wir danach, warum uns als Christinnen bestimmte politische Einstellungen zum Handeln herausfordern. An Hand von Plakaten, Bildern und Texten hat sie uns sehr gut die Methoden dieser Menschen veranschaulicht, aber auch Wege aufgezeigt, wie man denen entgegen treten kann. Wichtig ist, ihnen keine öffentliche Plattform zu bieten, z.B. in Gespräche einsteigen mit der Frage, nun erläutern sie mal ihren Standpunkt und was bedeutet er für uns und die Gesellschaft. Bei öffentlichen Diskussionen geben sie meist Parolen und Platitüden von sich. Frau Lehmann hat auch auf das Internet verwiesen, auf welchen Seiten man sich Informationen holen kann. In kleineren Gruppen haben wir diskutiert, unsere Möglichkeiten ausgetauscht, und in wie weit wir in unserer Kirchengemeinde damit konfrontiert sind.
Am Nachmittag wurde eine Führung in der Synagoge angeboten, danach ging es mit der inhaltlichen Arbeit weiter. Um die Impulsvorträge zu konkretisieren, war aus Nordhausen die Vorsitzende des Vereins „ Schrankenlos eV.“ Elisabeth Alpers von Biela eingeladen. Anhand des Beispiels von einem gemeinsamen bürgerschaftlichen Engagement, konnte die Wahl eines Mitgliedes der AfD zum Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen verhindert werden. Damit hat sie uns Mut gemacht. Wir müssen alle demokratischen Kräfte bündeln und gemeinsam gegen Hass und Hetze vorgehen. Einfach ist das nicht, und es braucht einen langen Atem. Aber in der Voraussicht der anstehenden Wahlen ist es unumgänglich, aktiv zu sein. Die Kirche muss nicht zwangsläufig voran gehen, aber ein Teil dieser Gegenbewegung sein. Als kleiner praktischer Impuls wurde angeregt in den Schaukästen Plakate wie: „Herz statt Hetze“ auszuhängen oder als Banner an der Kirche anzubringen.
Der Tag endete mit einer Buchlesung der Autorin Anne Bezzel aus Erfurt. Sie hat aus ihrem historischen Roman „Wenn ich dich je vergesse…“ Auszüge vorgelesen. Es ist die Geschichte des Progroms an der jüdischen Bevölkerung der Stadt Erfurt Mitte des 14. Jahrhunderts. Das hat uns alle sehr berührt. Zwischen den Geschichten hat die Pianistin Almut Schulz am Flügel wunderbare Stücke gespielt. Diese haben den Eindruck des eben gehörten auf besondere Weise unterstrichen und Herz und Seele berührt.
Am Sonntag haben wir nach dem Feedback und Ausblick für das Jahr 2025 einen Abendmahlsgottesdienst im großen Saal des Landeskirchenamtes gefeiert.
Ein großes Dankeschön geht an Eva Lange, Charlotte Weber und Anke Schwarz. Sie haben inhaltlich und organisatorisch alles wunderbar vorbereitet und uns wertvolle Tage mit Frauen aus der EKM ermöglicht.
Gerda Leidel
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